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Jonas Lund 'In the Middle of Nowhere'

JONAS LUND 
In the Middle of Nowhere

03. 02. – 10. 03. 2023
Wed – Fri, 3 – 6 pm

OPEN SATURDAY, 04.03., 11 – 6 pm

Press review at Handelsblatt and Tagesspiegel

Saleroom Jonas Lund

In his current exhibition 'In the Middle of Nowhere' contemporary conceptual Swedish artist Jonas Lund seeks to interrogate the multifarious impacts of artificial intelligence (AI) on the production and valuation of contemporary art. Through a series of thought-provoking works, Lund endeavors to unpack the ways in which AI is influencing the creation and valuation of art, as well as the ethical quandaries inherent in the use of AI in artistic production.

This exhibition marks a groundbreaking moment in the art world as it is the first show to be created entirely in collaboration with an AI model, namely ChatGPT. Through lengthy conversations with the AI Chatbot, the works on display were conceptualized and produced, pushing the boundaries of what is possible in art production, offering a glimpse into the future of creativity.

One notable piece in the exhibition is the video work titled „The Future of Nothing“ which comprises a series of short narratives speculating on the consequences of automation and AI for the art world and beyond. These vignettes offer a glimpse into a potential future and raising significant questions about the value of human labor and creativity in an increasingly automated milieu.

In addition to the video piece, Lund's exhibition features a new series of tapestries made with the open-source text to image AI model Stable Diffusion. Through the incorporation of this model, the tapestries seek to explore the power dynamics operative within the art world and the potential reconfigurations of value production engendered by AI, through their mesmerizing exploration of the interplay between technology and traditional craftsmanship. 

In the installation “Simulacra Aesthetics”, we see a staged computer desktop environment acting by itself, writing prompts for the text to image AI, and then rating the images on a scale from 1–10. Through the invisible hand of the user, the creation of the Simulacra Aesthetics dataset is being displayed, which lead to the aesthetic evaluation model that became the foundation for the large datasets that have been used in the training of the current text to image AI models. 

The exhibition is completed with the video work „The End“. It displays a rolling credit sequence, rewriting the labels of individuals involved in art history and highlighting the potential impact of AI on the art world. The piece invites audiences to consider the implications of the integration of AI in art production and the end of human-created art. Through its nuanced interplay between art historical and cinematic references, „The End“ stands as a powerful meditation on the ontology of artistic authorship in the age of automation.

Part of the show will also be a FxHash simulation piece titled “The Art of Chance'', programmed in collaboration with ChatGPT, in which entities are spawned acting out their pre-programmed behavior exploring resource extraction and competition. The piece is a testament to the limitless possibilities of AI in the art world and demonstrates the incredible potential of AI as a creative partner, rather than a replacement for human artists.

As AI becomes increasingly prevalent in the art world and other industries, it is imperative to consider the ramifications of this integration. Who has access to these AI models, and how are they being utilized? How does the use of AI in artistic production impact the value of art and the labor of artists? These are just a few of the questions that Lund's exhibition prompts audiences to ponder.

'In the Middle of Nowhere' is a timely and intellectually rigorous examination of the intersections between AI and the art world. Through a series of thought-provoking works, Lund invites audiences to consider the potential impact of AI on art production, value production, and the ethical implications of using AI in artistic production.

 

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Photo: Marjorie Brunet Plaza

In der aktuellen 'In the Middle of Nowhere' versucht der zeitgenössische schwedische Konzeptkünstler Jonas Lund, die vielfältigen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf die Produktion und Bewertung zeitgenössischer Kunst zu hinterfragen. 
Mit einer Reihe neuer Arbeiten, die zum Reflektieren anregen, behandelt Lund, die Art und Weise, wie KI die Herstellung und Bewertung von Kunst beeinflusst, sowie ethische Fragen, die mit dem Einsatz von KI in der künstlerischen Produktion verbunden sind.

Diese Ausstellung markiert einen besonderen Moment in der Kunstwelt, da sie eine der ersten Ausstellung ist, die vollständig in Zusammenarbeit mit einem KI-Modell, nämlich ChatGPT, entstanden ist. In langen Gesprächen mit dem KI-Chatbot wurden die ausgestellten Werke konzipiert und produziert, wobei die Grenzen des Möglichen in der Kunstproduktion verschoben werden und ein Blick in die Zukunft der Kreativität geworfen wird.

Ein zentrales Werk in der Ausstellung ist die Videoarbeit mit dem Titel „The Future of Nothing“, die eine Reihe von Kurzgeschichten umfasst, die über die Folgen von Automatisierung und KI für die Kunstwelt und darüber hinaus spekulieren. Diese Charakterskizzen geben einen Einblick in eine mögliche Zukunft und werfen wichtige Fragen über den Wert menschlicher Arbeit und Kreativität in einem zunehmend automatisierten Umfeld auf.

Neben der Videoarbeit zeigt Lund in seiner Ausstellung eine neue Serie von Wandteppichen, die mit dem Open-Source-KI-Modell Stable Diffusion (Text-zu-Bild) hergestellt wurden. Die Motive auf den Textilarbeiten, die unter Einbeziehung der Text-zu-Bild KI entstanden sind, versuchen Machtdynamiken in der Kunstwelt zu verbildlichen. Sie verkörpern eine potentielle Neufiguration der Werteproduktion, ausgelöst durch die KI, in einem faszinierenden Zusammenspiel von Technologie und traditionellem Handwerk.

In der Installation „Simulacra Aesthetics“ ist eine inszenierte Computer-Desktop-Umgebung zu sehen, die von selbst agiert, indem sie Aufforderungen für die Text-Bild-KI schreibt und dann die Bilder auf einer Skala von 1–10 bewertet.
Durch die unsichtbare Hand des Benutzers wird die Erstellung des Simulacra Aesthetics-Datensatzes gezeigt, der zu dem ästhetischen Bewertungsmodell führt, das die Grundlage für jene großen Datensätze bildet, die für das Training der aktuellen Text-Bild-KI-Modelle verwendet werden.


Die Ausstellung wird durch die Videoarbeit „The End“ komplettiert. Sie zeigt eine fortlaufende Credit-Sequenz, die die Zuordnung der an der Kunstgeschichte beteiligten Personen neu definiert und die potenziellen Auswirkungen der KI auf die Kunstwelt hervorhebt. Die Arbeit lädt abermals dazu ein, über die Auswirkungen der Integration von KI in die Kunstproduktion und das Ende der von Menschen geschaffenen Kunst nachzudenken. Durch das nuancierte Zusammenspiel von kunsthistorischen und filmischen Referenzen ist „The End“ eine kraftvolle Meditation über die Ontologie der künstlerischen Autorschaft im Zeitalter der Automatisierung.

Im Verlauf wird die Ausstellung um eine weitere digitale Arbeit ergänzt. Das generische Werk „The Art of Chance“ ist eine FxHash-Simulation, die in Zusammenarbeit mit ChatGPT programmiert wurde und in der Entitäten entstehen, die ihr vorprogrammiertes Verhalten ausleben und sich mit Ressourcengewinnung und Wettbewerb beschäftigen. Die Arbeit ist ein Beispiel für die grenzenlosen Möglichkeiten von KI für die Kunst und verweist auf das unglaubliche Potenzial von KI als kreativer Partner, und eben nicht als Ersatz für den menschlichen Künstler.

Mit der zunehmenden Verbreitung von KI in der Kunstwelt und anderen Branchen ist es unerlässlich, die Auswirkungen dieser Integration zu hinterfragen und zu berücksichtigen.
Wer hat Zugang zu diesen KI-Modellen, und wie werden sie genutzt?
Wie wirkt sich der Einsatz von KI in der künstlerischen Produktion auf den Wert der Kunst und die Arbeit der Künstler aus? 
Diese und noch viel mehr Fragen wirft diese Ausstellung von Jonas Lund auf und regt zum Nachdenken an.. 

'In the Middle of Nowhere' ist eine aktuelle Untersuchung zwischen den Überschneidungen von Künstlicher Intelligenz und der Kunstwelt. Dabei lädt Jonas Lund das Publikum ein, die potenziellen Auswirkungen von KI auf die Kunstproduktion, die Wertschöpfung und die ethischen Implikationen des Einsatzes von KI in der künstlerischen Produktion zu hinterfragen. 

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